Die Antenringer Straße führt von der Dorfmitte bis zum Ortsende und von dort über die Einöde Antenring (Abzweig) nach Gundhöring. An ihr liegt etwas außerhalb der Ortsmitte die Kirche mit dem Friedhof.

Antenringer Straße  1

Der Hof (früher Hs Nr. 16) gehörte 1537 dem „Schmidt - Item die schmidt zu Pening ist auch ein ehehaft schmidt, gehört mit der Obrigkeit und Stiftung in gmainer Statt Straubing Castnambt, aber mit der Gült in das Closter hie zu Straubing.“  1752 im Konskriptionsverzeichnis als 1/8 E  Ehehaftschmid Mathias Knorr genannt. Seit mindestens 1785 gab es keine Schmiede mehr in Pönning (laut Hofanlagebuch von 1785). Bereits 1803 wird Josef Simmerl als Schmied in Hs Nr. 12, Guntinger Straße 7, genannt. Das Wohnhaus stand auf dem Plan um 1800 anders. Der 1/4 Hof wird 1808  an Simon Pösel verkauft. 1843 hat diese Anwesen 24 Tagwerk. Wann die Söldner Georg und Barbara Stoiber diesen Hof übernehmen, ist nicht festzustellen, 1847 heiratet Josef Limbrunner die Witwe Barbara. 1865 heiratet Joseph Holzer die Anna Stoiber. 1885 kauft Ludwig Bauer das Anwesen von der Witwe Katharina Holzer. Im selben Jahr kaufen Jakob Schaderer und Susanna Schwagerl das Anwesen, 1886 kaufen Josef und Maria Hahn, 1906 Maier Hermann. 1907 tauschen die Vorfahren der heutigen Besitzer den Hof gegen ihren in Alburg ein.

Antenringer Straße 2

Der 1/2 E Hof gehörte 1370 dem Deutschen Haus in Regensburg, „des Khumeters Hof bei der Schmidt auf der rechtn Seitn“ genannt, er bestand schon vorher. 1752 bewirtschaftete Mathias Cästl den Hof.  (Zu diesem Hof gehörte noch eine 1/8 Sölde, von der Gülten an die Stadt Straubing und an das Gotteshaus Geltofing zu reichen waren. 1803 als Bognerhof genannt, 1863 von Johann Ebner, Hs Nr 26 aufgekauft und abgebrochen. An dieser Stelle steht heute die Mettinger Straße 2, 1979 Wohnhausbau.) 1803 besaß der Großgütler Joseph Knott den Hof mit insgesamt 91 Tagwerk. 1870 kauft Xaver Roßmaier den Hof. 1897 tauscht Joachim Wolfbauer den Hof ein. 1897 tauschen Josef und Katharina Schwitz den Hof ein, 1900 tauschen Josef und Josefa Kammermeier den Hof ein, 1901 kaufen Georg und Josef Lommer den Hof, 1905 Hermann Maier. 1906 tauschten die Vorfahren der heutigen Besitzerfamilie den Hof für ihren Besitz in Schwimmbach Hs Nr 13 ein. Wohnhausneubau, Wirtschaftsgebäude erneuert.

Antenringer Straße 3

Hier wohnte 1537 der Amtmann, „mehr ein Söldn mitsambt einem Gartn darbei, liegt gegen des Khumeters Hof bei der schmidt (Schmiede) über, darin wohnt jetz der Ambtmann, gibt Nichil (nichts)“. 1752 war es der Jägerhof, den Franz Xaver Perr bewirtschaftete.  Seit 1803 gehörte der 1/32 Jagerhof mit 25 Tagwerk dem Straubinger Magistrat, er wurde von Franz Xaver Perr bewirtschaftet. Das Wohnhaus stand auf dem Plan um 1800 parallel zur Straße. Die Hofmark Pönning und Gunting gehörte zur Niederwildjagd des Straubinger Bürgermeisters und der Ratsherrn. 1866 übernimmt Georg Peer und heiratet 1867 Theresia Wolfseder. 1879 erwirbt Frank Peter das Anwesen bei einer Versteigerung, 1880 kaufen Josef Sax und Maria Holzleitner das Anwesen, sie sind die Vorfahren der heutigen Besitzer des Hofes. Wohnhausneubau an anderer Stelle.

Antenringer Straße 4

Hier war 1537 „Der obern Sedlhof (= Adelshof) bei der Kürchen gelegen“, von Wolfgang Reutmair als Erbrechter bewirtschaftet. 1752 gehörte der 3/4 E Hof dem Mathias Roßmayr und der Stadt Straubing als Hofmarksherrschaft. Ein Großteil der Pönninger Höfe war diesem Hof zehentpflichtig. (Zu diesem Hof gehörte noch der 1/16 Wimmerhof, wann er verkauft wurde, ist nicht bekannt. 1958 wurde das Haus Laumer in der Guntinger Straße abgerissen.) 1843 übernimmt Xaver Roßmayer den Hof mit 121 Tagwerk. 1860 übernahm die Witwe Anna Maria Roßmayer den Hof, 1874 übernahmen Joseph Roßmayer und Helene, geb. Hien den Hof, 1882 wurd Johann Roßmayer Alleinerbe, er heiratet 1883 die Anna Kammermeier. 1890 kauften Nathan Maier und Jakob Strauß diesen Hof. Mathias und Franziska Fuchs tauschen den Hof gegen Haus Nr 9 in Pönning ein. 19717 kauft die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft des bayerischen Bauernvereins zu Regensburg diesen Hof. 1921 kaufen Alois und Therese Urlberger diesen Hof, tauschen diesen Hof aber mit Andreas und Maria Spagert gegen das Haus Nr 10 1/2 und eine finanzielle Entschädigung ein. 1933 versteigert, 1933 kaufen die Vorfahren der heutigen Besitzer den Hof. 1991 Neubau des Wohnhauses an anderer Stelle (Antenringer Straße 6), altes Wohnhaus abgerissen, Wirtschaftsgebäude erneuert.

Antenringer Straße 5

Hier war das ehemalige Schulhaus. Das Erbauungsdatum ist nicht bekannt, im Jahre 1800 aber gab es in Pönning bereits den Lehrer Johann Zimmermann, er war 1840 noch Lehrer in Pönning. Das Schulhaus wurde auch bei der Allmenderverteilung 1802 bedacht, denn der Mesner, der zugleich Schullehrer war, hatte 1843 einen landwirtschaftlichen Betrieb von 11 Tagwerk. Gemeinsamer Besitz der Filialkirchenstiftung Pönning und der politischen Gemeinde Pönning. Kirchenanteil während der Inflation 1922 durch die Gemeinde Pönning abgelöst. 1970/71 Schulauflösung, heute teilweise vermietet und als Versammlungsraum und Jugendheim genutzt.

Antenringer Straße 5a

War 1537 das „Von St. Claren in Regenspurg Gueth bei der kürchen“, das dem Kloster St. Klara in Regensburg gehörte und 1752 von Mathias Nidmayr bewirtschaftet wurde. (Zu diesem 1/2 Hof gehörte noch ein 1/8 Zubausölde, wann sie verkauft wurde, ist nicht feststellbar. Die Gebäude dieser Zubausölde wurden vor 1799 bereits verkauft.) 1843 gehörten zu diesem Hof 128 Tagwerk. Die Familie Nidermair / Niedermayer ist von 1666 bis 1891 in Pönning nachweisbar. 1666 heiratet Nikolaus Nidermair Margaretha Piller von Pönning. 1709 heiratet Mathäus Nidermayr Catharina, die Witwe des Kaspar Lang, 1717 in zweiter Ehe die Witwe Magdalena Schlemmer aus Oberharthausen. 1739 übernimmt Mathias Niedermayr den Hof und heiratet Elisabeth Wendl aus Neufang, 1742 in zweiter Ehe die Anna Maria Englberger aus Oberharthausen. 1773 übernimmt Sebastian Nidermayr und heiratet Anna Maria Lobermayr aus Alburg, 1774 in zweiter Ehe die Catharina Carl aus Hirschkofen, 1799 übernimmt Johann Nidermayr und heiratet Theres Wurm aus Lindloh, 1808 in zweiter Ehe die Catharina Carl aus Oberharthausen. 1837 wird ein Michael Niedermayer als Besitzer genannt. 1845 übernimmt Franz Xaver Niedermayer und heiratet die Theres Klingshirn aus Gunting. 1887 übernimmt Franz Xaver Niedermayer, Junior, den Hof und heiratet 1890 Franziska Huber, teilweise Neubau der Gebäude. 1891 tauscht Max Feuchtwanger den Hof gegen Haus Nr 17 in Hirschling ein. 1891 tauschen Alois und Anna Maier den Hof gegen Haus Nr 3 In Aiterhofen ein. 1895 erwirbt Benjamin Fuchs den Hof gegen ein Anwesen Hs Nr 66 in Pilling und einer finanziellen Entschädigung ein. 1895 tauschen Alois und Johanna Krammer den Hof gegen ihr Anwesen, Hs Nr 113 in Schwimmbach ein. 1899 Neubau, da der Hof 1897 total abgebrannt war.

Antenringer Straße 6

Neubau eines Wohnhauses.

Antenringer Straße 7

Diesen Platz belegt die St. Martinskirche. Die neue Kirche wurde 1762 geweiht, wie lange vorher schon ein Vorgängerbau bestand, ist nicht bekannt. 1537 gab es bereits den Hof von Sankt Martin, frühere Hs Nr 3, es muss also zu dieser Zeit schon eine Martinskirche gegeben haben. „Untertägie mittelalterliche und neufrühzeitliche Befunde im Bereich der Kathokischen Filialkirche St. Martin mit zugehörigem Friedhof und abgebrochener Seelenkapelle“ (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Denkmalnummer D-27140-0323) . 

Antenringer Straße 8

Neubau eines Wohnhauses.

Antenringer Straße 10

War 1537 „das Widengueth zum Pfarrhof“, das Gut des Pfarrhofes Perkam, ein 1/4 Hoffuß, vom  Söldner Mathias Lang, Kleingütler,  bewirtschaftet. Besitz 32 Tagwerk. Die Vorfahren der heutigen Besitzer kauften den Hof 1882.

Antenringer Straße 11

Wurde 1812 vom Maurer Georg Süß auf einem Grundstück des Hofes Antenringer Straße 22 mit einem Haus bebaut, durch Zukäufe an Grund 1843 insgesamt 17 Tagwerk. 1857 wird Joseph Simmerl als Besitzer genannt, 1858/59 kauft Xaver Maier das Anwesen, 1862 Joseph Holmer. War von 1899 bis ca. 1954 die Metzgerei Kindl. Die heutigen Besitzer erwarben den Hof 1973.

Antenringer Straße 12

War 1899 „das Dorf-Gemeindehaus für Hirten und Sozialfälle, die auf die Gant kamen, Fl. Nr. 52/1, Wohnhaus und Stallung unter einem Dach“. Das vorherige 1/32 E Hirtenhaus war 1897 abgebrandt und stand an einer anderen Stelle, ungefähr am Platz der heutigen Mettinger Str 2. Es hatte 6 Tagwerk  Es wurde 1899 an der neuen Stelle mit der Hs Nr 29 neu errichtet. Die heutige Besitzerfamilie erwarb das Haus 1968.

 

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