Die Expositur Pönning

St. Martin ist eine Filialkirche der Pfarrei Perkam. 1951 wurde die Expositur Pönning gegründet, dazu gehört auch die Filiale Oberharthausen, die dafür aus der Pfarrei Atting ausgepfarrt und der Pfarrei Perkam eingegliedert wurde. Zur Expositur gehören die Filiale Pönning mit den Ortsteilen Pönning, Antenring, Kleinpönning, Reisberg und Oberholzen, zur Filiale Oberharthausen gehören Oberharthausen und Grollhof.

Bereits 1697 wurde der erste Versuch unternommen, einen eigenen Seelsorger für die Filiale Pönning zu bekommen. Als Grund dafür wird die unzureichende seelsorgerliche Betreuung durch den Pfarrer von Perkam angegeben, der seine vertraglich festgelegten Pflichten in Pönning nicht erfüllte. Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, das Gotteshaus zu vergrößern und erweitern zu lassen, da es nicht mehr alle Pfarrkinder aufnehmen kann. Dieser Wunsch wurde erfüllt, 1762 wurde die neue Kirche eingeweiht.

1821 erfolgte der zweite Versuch, einen eigenen Seelsorger zu bekommen, bzw. eine eigene Pfarrei oder eine Expositur zu werden.  Ein dritter Versuch wurde 1824  unternommen, auch er wurde wiederum abgelehnt. Hauptgründe waren die Sorge, dass der neue Pfarrer nicht hinreichend versorgt sein könnte und durch den Abzug der Pfründe für den Pfarrer von Perkam durch die Gemeinde Pönning und Gunting dieser in wirtschaftliche Bedrängnis kommen könnte. Deshalb wurde 1951 bei der Errichtung der Expositur Pönning die Basis durch die Eingliederung von Oberharthausen erheblich erweitert. Dazu wurde in Pönning auch ein Expositurhaus gebaut.

Der neue Expositus hatte die drei Kirchen in Pönning, Oberharthausen und Antenring zu versorgen, die Gläubigen seelsorgerlich zu betreuen und in der Pönninger Schule Religionsunterricht zu geben.

Der erste Geistliche in Pönning war Expositus Ludwig Müller, der von 1951 bis 1955 in Pönning wirkte und die Expositur aufbaute. Dann kam Expositus Willibald Kammermeier, der bis 1960 blieb. Der letzte Expositus war Joachim Beuchert, er blieb bis 1970. Alle drei halfen neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit mit, die drei Kirchen zu erhalten, die Vereine zu stärken (z. B. Errichtung des Jugendheimes im Wagnerhaus), das Brauchtum (z. B. Theateraufführungen) zu pflegen und für Sportmöglichkeiten zu sorgen (z. B. Anlage des Sportplatzes am Giegelberg). Jeden Sonntag wurde jeweils in Pönning und Oberharthausen eine Messe gehalten, dabei wechselte der Frühgottesdienst regelmäßig.

Die Expositur Pönning gehört zum Pfarrverband Feldkirchen-Perkam-Pönning. Seit 1970 wurde die Expositurstelle aus Priestermangel nicht mehr besetzt. Der Seelsorgedienst wird durch Pfarrer Edmund Bock vom Pfarramt Perkam, Dekanat Straubing, versorgt. Er versieht auch den Religionsunterricht in der Grundschule Perkam.

 

 

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