Via Nova

Eröffnung des neuen Pilgerwegs von Antenring nach Haindling


Laut Bericht der Allgemeinen Laber-Zeitung vom 11. September 2011 wurde der Pilgerweg von den Stadtpfarrern  Josef Ofenbeck und Ulrich Fritsch und dem Kaplan Armin Maierhofer von Haindling eingeweiht.  Unter den rund 80 Pilgern, die mit Pilgerzeichen und druckfrischen Karten ausgestattet waren,  befand sich auch der Geiselhöringer Bürgermeister Bernhard Krempl.

Ausgehend von Österreich wird auch in Deutschland der europäische Pilgerweg, die via nova, der neue Weg, eingerichtet. Die Idee dahinter ist der Gedanke, dass Pilgern nicht nur auf dem so genannten Jakobsweg, der auch in Bayern viele verschiedene Teilstücke kennt, möglich sein soll, sondern auch auf neuen Wegen als spiritueller und moderner Pilgerweg. Einer davon führt von St. Wolfgang in Österreich über Passau, bzw. Bad Füssen/Aigen und Abzweig Ering über Vilshofen, Niederaltaich, Deggendorf, Metten, Bogen nach Straubing, Geiselhöring und Mallersdorf/ Pfaffenberg. Der Weg wird über Niederbayern hinaus weitergeführt. Von Vilshofen aus gibt es einen Abzweig durch den Bayerischen Wald zum heiligen Berg, dem Wallfahrtsort Pribram in Tschechien.


Das im September neu eröffnete Teilstück von Antenring nach Haindling kommt von Straubing und geht durch Alburg, Hierlbach nach Antenring, über Gaishauben nach Haindling, von dort über Geiselhöring nach Hadersbach, Haader, Weichs, Steinkirchen und Ettersdorf nach Mallersdorf/Pfaffenberg.

Am Weg liegen Kirchen, wie die Wallfahrtskirche Sossau, in Straubing die ehemalige Jesuitenkirche, die Ursulinenkirche, die St. Jakob- und St. Tiburtiuskirche und die Karmelitenkirche Hl. Geist. Der Weg führt über die Wallfahrtskirche Antenring zur Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt und zur Filialkirche Hl. Kreuz in Haindling.

Es wurden Pilgerkarten veröffentlicht, eine ist  „VIA NOVA im Urlaubsland Straubing-Bogen“ und enthält die Beschreibung der Etappe von Schwarzach nach Mallersdorf-Pfaffenberg, eine weitere „Pilgerweg VIA NOVA Von der Donau in den Böhmerwald“ (Landkreis Passau, Freyung-Grafenau und Deggendorf). Die Karten zeigen detailliert den Weg, erwähnen Sehens- und Wissenswertes und Kontaktadreessen für die Pilger. Auf der Rückseite werden die wichtigsten Kirchen auf der Route beschrieben.

„Die Nutzer der „Via Nova“ sehen sich nicht an eine bestimmte Konfession gebunden, gemeinsam ist allen das Suchen, das Bemühen, das Leben in seiner Tiefe zu erfahren und so auch eigene Grenzen zu erkennen und die eigene Einstellung zum Leben zu hinterfragen − sei es beim Pilgern in der Gruppe oder als Individualist.“ Es gibt ausgebildete Pilgerwegbegleiter/innen, die Rat und Tat für die Pilger anbieten, zusätzlich organisieren sie selbst geführte Touren für Interessierte und geben die Spiritualität des Weges weiter. Zudem bieten sie Meditationen und Gottesdienste in vielfältiger Form an. Die Pfarren, Gemeindeämter und Pilgereinkehr-Partnerbetriebe am Weg sind Stützpunkte und Ansprechpartner für die Menschen, die unterwegs sind.

Die bayerische Zentrale dieser Organisation ist in der katholischen Landvolksschule in Niederaltaich angesiedelt.

Information: www.pilgerweg-vianova.eu

www.pilgerweg-vianova.at/de_landvolkshochschule-niederalteich_66.html

 

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