Das Straubinger Tagblatt vom 8. Juli 1982, S. 10 berichtet davon:

„Kleines Dorf Pönning hat Großes geleistet”

Die von der Landjugend erstellten Stockbahnen feierlich eingeweiht - Mit Dorfmeisterschaft neue Bahn gleich getestet.

Pönning. Für viele Dorfbewohner war es die wohlverdiente Belohnung, als kürzlich bei herrlichem Sommerwetter auf dem idyllisch gelegenen Sportplatz „Giglberg“ zwei Sommerstockbahnen eingeweiht wurden. Bereits am Vormittag gab Pfarrer Joachim Daniel (Perkam), begleitet von den Ministranten in einem feierlichen Akt den beiden neuerstellten Asphaltbahnen die kirchliche Weihe.
Pfarrer Daniel ging in seiner Ansprache besonders darauf ein, wie wertvoll und wichtig gerade der Sport für körperlichen Ausgleich und Ertüchtigung sei. Sein Wunsch sei, meinte der Pfarrherr, dass jeder, der auf diesen Bahnen Sport treibe, dies zur persönlichen Freude und stets unfallfrei tue.
Auch Bürgermeister Alfred Heindl (Geiselhöring) war mit seiner Frau in „seinen“ Ortsteil Pönning gekommen. Er lobte die beispielhafte Eigeninitiative, welche die Pönninger Landjugend als Bauträger, aber auch die übrigen Ortsbewohner als tatkräftige Helfer, entwickelt hatten. Schon öfter sei der Geiselhöringer Stadtrat zu Gast auf dem Giegelberg gewesen, so beispielsweise beim alljährlichen Sonnwendfeuer. „Immer wieder waren sie erfreut über die idyllische Lage des Pönninger Sportplatzes," sagte  Heindl. Auch die Stockbahnen fügten sich, eingerahmt von Rasen und Nadelgehölz wunderbar und unaufdringlich in das Landschaftsbild ein, stellte Bürgermeister Heindl zu seiner Freude fest. - Obwohl in Geiselhöring selbst in nächster Zeit ein großes Sport- und Freizeitgelände mit Mehrzweckhalle geschaffen werde, sei sich der Stadtrat bewußt, daß auch draußen in den Ortsteilen Sport- und Bolzplätze notwendig seien. Seine Toleranz habe der Stadtrat auch durch die Bezuschussung des Pönninger Objekts mit 1 500 Mark bewiesen. Allerdings sei da auch der unermüdliche Einsatz und die Überzeugungskraft ihrer zuständigen Ortssprecherin Ruth Ammer im Stadtrat Geiselhöring nicht zu übersehen und dankenswert anzuerkennen, meinte der Bürgermeister weiter.
Kreisrätin Ortssprecherin Ruth Ammer meinte dazu, Ihr Dank sei, dass die Bahn so gut angenommen werde. Ihre Freude, dass die Bahn vielen Freude bringe, und ihre Überzeugung, dass Freizeiteinrichtungen in den Außenorten sehr wichtig seien. „Wenn die Freizeit  daheim im Dorf genutzt werden kann, fallen Straßenbenutzung und weite Wege weg und die Unfallgefahr sinkt“, sagte sie.
Der Dank des Initiators und vorjährigen Landjugendvorstandes Xaver Krempl aus Pönning galt der Kommune, aber auch den Dorfbewohnern. Angefangen von den Landjugendmitgliedern, den Landwirten, die alle Spanndienste geleistet haben, und den freiwilligen Leistungen der Fach- und Handwerker bis hin zu den Rentnern - alle hatten sich ganz in den Dienst der Sache gestellt und so gezeigt und bewiesen, dass auch ein kleines Dorf, wenn die Bewohner zusammenhielten, Leistungen vollbracht und Ausstrahlungen haben könne. Sein Dank galt dabei auch Architekt Helmut Lederer (Geiselhöring) für die Erstellung des Planes und Alfons Roider (Laberweinting) von der Firma Ohneis, der den Einbau der Teerdecke überwachte.
Noch am Vormittag wurden die Dorfmeisterschaften ausgetragen. Fünf Moarschaften traten zum Wettstreit an. Ein schöner Fünf-Liter-Maßkrug war zu gewinnen. Diesen Wanderpreis, der alljährlich neu vergeben, aber immer nur in Pönning bleiben soll, war das Einstandsgeschenk von Jagdpächter Josef Peringer (Oberholzen) und wurde mit viel Freude und Hallo von der Moarschaft Hans Ammer, Toni Kammermaier, Richard Sattler und Erwin Krempl gewonnen.
Eine angenehme, magenfüllende Unterbrechung gab es für die Stockfreunde, als zum Mittagessen ins Gasthaus Krieger eingeladen wurde. Schon zu Beginn des Stockbahnbaues hatte Hans Ammer (Gunting) für die Fertigstellung zur Einweihung ein Spanferkel versprochen. Bürgermeister Heindl ließ den Wanderpokal füllen und es gab bei fröhlicher Laune einen lustigen Umtrunk
Wohl gestärkt brach man dann zum Pokalturnier auf. Dazu kamen auch je zwei Moarschaften von Geiselhöring, Hainsbach und Oberharthausen, um zum unterhaltlichen fairen „Wettschuß“ anzutre-ten. Danach durfte sich als „Sieger“ Hainsbach I als erster ein Erinnerungsgeschenk aussuchen Den zweiten Platz nahm Pönning II ein, gefolgt von Hainsbach Il und Geiselhöring I. Viele Zuschauer waren gekommen - die Kinder bevölkerten den Bolzplatz, es war den ganzen Tag ein fröhliches Treiben auf dem Giegelberg.”

1984: Vereinsgründung am 15. April mit dem ersten Vorstand Josef Peringer, Oberholzen. 10.7.1984 Eintragung ins Vereinsregister, 10 Gründungesmitglieder (Josef Peringer, Josef Sattler, jun., Josef Sattler, sen., Adalbert Renner, Theo Wimmer, jun., Erwin Krempl, Richard Sattler, Ludwig Krempl, Otto Semmelbauer, Xaver Ammer, Johann Bücherl).

1986 wurde mit dem Bau des Vereinsheimes begonnen.
 Strom und Wasserleitungen wurden verlegt. 

Eisstock-Verein feiert Einjähriges

Straubinger Tagblatt von 1990:
„Pönning. Seit durch die Initiative der Pönninger Landjugend und Mithilfe des ganzen Dorfes auf dem „Giglberg“ 1981 zwei Stockbahnen entstanden, herrscht dort reger Betrieb. Die besonders Aktiven schlossen sich zusamen und hoben am 15. April 1984 den Eisstock-Verein Pönning aus der Taufe. Kürzlich beging der Eisstock-Verein im Gasthaus Krieger sein „Einjähriges“. Vorstand Josef Peringer, Oberholzen, konnte dazu eine große Zahl Mitglieder mit ihren Frauen begrüßen. Bei der Gründung zählte der Verein elf Mitglieder, heute sind es bereits 32. Der von Vorstand Josef Peringer vorgetragene Jahresbericht verwies auf zahlreiche Aktivitäten. So nahmen die Pönninger im Jahresablauf allein an 15 Turnieren teil, wo sie sich mitunter recht gut plazieren konnten. So erzielten sie beim Pokalturnier in Feldkirchen den 2. Platz und setzten beim Asphaltturnier in Salching und beim Pokalturnier des ESV Geiseslhöring „am Hardt“ jeweils den 3. Platz. Recht erfolgreich war der Eisstock-Verein Pönning auch bei den Stadt-Meisterschaften in Geiselhöring, wo ihm der 2. Platz gehörte. Beim Aufstiegsspiel in die D-Klasse hielten sie wiederum Platz drei und beim Turnier in Ried/Oberösterreich gehörte ihnen genauso wie bei den Kreismeisterschaften der Junioren in Straubing der 5. Platz. Erfolgreichster Einzelschütze im Vereinsjahr war Ludwig Krempl, Pönning, denn bei den Kreismeisterschaften Straubing war er beim Wettschießen 1984 Erster und heuer Vize-Meister.
Doch nicht nur „fachbezogen“ war die Arbeit des Pönninger Vereins. So wirkten sie  beim Pfarrfest in Perkam mit und trugen durch ihren Kappenabend im Februar auch zur geselligen Bereicherung des Dorflebens bei. Auch die Dorfmeisterschaft mit Plattl-Schießen am 17. Juni auf dem Giglberg ist ein Fest für's ganze Dorf.
Der von Schatzmeister Xaver Ammer vorgetragene Kassenbericht wies auf viel Bewegung innerhalb der Vereinskasse hin. Wilhelm Schötz und Ruth Ammer konnten als Kassenprüfer saubere Buch- und Kassenführung feststellen und bestätigen. Zweiter Vorstand Josef Sattler bedankte sich im Namen der Mitglieder bei Vorstand Peringer für die geleistete Vereinsarbeit. Gerade durch die Neugründung habe es besonders viel zu erledigen gegeben, bis alles seine Richtigkeit hatte. Auch Ruth Ammer verwies in ihrem Grußwort auf die Wertstellung des Vereinslebens im Dorfbereich. Sie dankte Vorstand und Verein für alle Aktivitäten und wünschte weiterhin viel Erfolg und den nötigen Idealismus.“

Spannende Spiele auf dem Giegelberg
Dorfmeisterschaft des Eisstock-Vereins - Mitglieder hatten alles gut vorbereitet

Straubinger Tagblatt 1990:      
„Pönning. Das ganze Dorf Pönning war dabei, als kürzlich auf dem Giglberg die Dorfmeisterschaft des Eisstockvereins Pönning ausgetragen wurde. Standen für die Austragung auch nur die zwei Stockbahnen zur Verfügung, so erhöhte dies nur die Spannung bei dem Wettkampf.
Alles, was zu einer solchen Meisterschaft gehört, war von den Mitgliedern des EV Pönning bestens vorbereitet worden. Die Dorfbevölkerung nahm regen Anteil am sportlichen Geschehen.
Als die zehn Mannschaften ihre Austragung beendet hatten, gab Vorstand Willi Schötz die Ergebnisse bekannt. Wollte die Vorjahres-Meistermannschaft unbedingt ihren Titel verteidigen, so wurde sie dennoch auf den Vize-Platz verwiesen.
Dorfmeister 1990 wurden Xaver Ammer, Josef Haslbeck, Xaver Mayer und Sigi Schlecht. Außerdem plazierten sich Haus Ammer, Ludwig Krempl, Alfons Späth und Michael Scholz sowie Otto Semmelbauer, Franz Pömmerl, Manfred Zellmer und Martin Ammer.
Auch das „Plattl“-Schießen gehört zu einer solchen Dorfmeisterschaft dazu. Dabei verteidigte der Vorjahres-Beste, Bertel Renner, mit 59, 58, 58 seinen Titel. Zweiter wurde Xaver Ammer mit 59, 58, 57 Punkten. Dritter wurde Sigi Schlecht mit 59, 58, 57 Punkten und den vierten Platz belegte
              
Ludwig Krempl mit 59, 58, 56 Punkten.
Das für 18 Uhr angesetzte Fußballspiel der Landjugend Pönning gegen Oberharthausen zog sehr viele Zuschauer an. Mit 7:2 Toren waren die Gastgeber erfolgreich. Gepfiffen wurde das Spiel von Jakob Ammer aus Hirschkofen.
Beim Ausklang des Dorffestes herrschte eine gute Stimmung vor. Die Kinder tummelten sich auf dem neun Spielplatz. Eine runde Sache für alle Beteiligten.”

1991 wurden die Asphaltbahnen erneuert und eine Flutlichtanlage errichtet. 
1997 / 98 wurde das Vereinsheim vergrößert, eine Küche, eine Toilettenanlage und ein Abstellraum wurden angebaut, die Asphaltbahnen überteert. 
Am 24.7.1999 wurde das Vereinsheim eingeweiht.

Einweihung des Vereinsheimes durch Pfarrer Hans Buchner

1999: Aufstieg von 2 Mannschaften von der Bezirksliga zur Bezirksoberliga  

Der Verein hat 91 aktive und passive Mitglieder. 4 aktive Mannschaften nehmen an Bezirksoberliga, Bezirksliga, Kreisliga und Kreis A teil.

Die Stockbahnen und das Vereinsheim, eingerahmt von Rasen und Nadelgehölzen, fügen sich unaufdringlich in das Landschaftsbild ein. Alljährlich werden unter der regen Anteilnahme der Dorfbevölkerung und der Gäste die Dorfmeisterschaften ausgetragen. Selbstverständlich nehmen die Mannschaften auch an auswärtigen Sommer- und Winter-Turnieren teil. Trainiert wird im Sommer auf den Stockbahnen, im Winter im Eisstadion. Dorfmeisterschaften mit Plattlschießen, Kappenabend und Saisonsbschlußfeiern vervollständigen die Aktivitäten. Man misst sich auch im Fußballspielen auf dem nahen Sportplatz.

 

Bisherige Vorstände des ESV:

1984-1988: Josef Peringer

1988-1992: Willi Schötz


1992-1994: Ludwig Krempl 

1994-2002: Theo Wimmer, 2. Vorstand  Xaver Ammer (1994-1996), Ludwig Krempl (1996 - 2000), Anton Kammermeier (2000 - 2002) 

2002-2004: Anton Kammermeier, 2. Vorstand Theo Wimmer
   

ab 2004: Hannelore Wimmer, 2. Vorstand Josef Sattler

ab 2010: Theo Wimmer

ab 2016 Richard Schwarzmüller (Oberholzen), 2. Vorstand Theo Wimmer, Kassierer Richard Brandl, Schriftführerin Anneliese Sattler

 

Bei der Gründung hatte der Verein 10 Mitglieder, inzwischen sind es 91 aktive und passive Mitglieder. 4 Mannschaften nehmen an der Bezirksoberliga, der Bezirksliga, der Kreisliga und dem Kreis A teil.

Kontaktdaten zu Eisstockverein Pönning e.V.

Telefonnummer: (09420) 801830
   

19.05.2014

 

 

 

Die letzte Dorfmeisterschaft fand am Sonntag, dem 24.07.2016 mit neun Mannschaften statt. Dorfmeister wurden Krempl Ludwig, Kammermeier Bert, Heinrich Markus und Buchecker Robert.

 

Jeden Dienstag ist ab 20.00 Uhr Training, die Vorstandschaft freut sich auf alle Stockschützen, ob jung oder alt, sowie auf Zuschauer.

 

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